Viele Eigentümer reagieren auf ihre Schadenerfahrungen mit technischen Sicherheitslösungen. 60 Prozent setzen auf digitale Alarmanlagen, die sich per App überwachen lassen, 55 Prozent haben spezielle Brandmeldeanlagen installiert. Zudem nutzen 50 Prozent Sensoren an Türen und Fenstern, um aus der Ferne jederzeit kontrollieren zu können, ob alles ordnungsgemäß verschlossen ist.
Trotz dieser Schutzmaßnahmen bleibt eine zentrale Schwachstelle bestehen: Der technische Aufwand steht in keinem Verhältnis zur oft lückenhaften Versicherungslage. Zwar ist das Risikobewusstsein bei vielen Eigentümern durchaus ausgeprägt – doch es spiegelt sich nicht in einer entsprechend umfassenden Absicherung wider. Das zeigt sich besonders deutlich bei den tatsächlich abgeschlossenen Policenarten:
- Hausratversicherung: Nur 46 Prozent der Befragten verfügen über eine Hausratversicherung, die Schäden an Einrichtung und Ausstattung abdeckt – obwohl viele Objekte mit hochwertigen oder sogar designorientierten Möbeln ausgestattet sind.
- Gebäudeversicherung: Eine Gebäudeversicherung, die etwa bei Feuer-, Leitungswasser- oder Sturmschäden greift, haben lediglich 42 Prozent abgeschlossen – und nicht immer ist der wichtige Elementarschutz vorhanden.
- Vermieterhaftpflicht: Am häufigsten vertreten ist noch die Vermieterhaftpflichtversicherung. Sie schützt etwa bei Stürzen auf glatten Terrassen oder unzureichend beleuchteten Wegen. Doch selbst hier liegt die Abschlussquote bei lediglich 47 Prozent.
- Ertragsausfallversicherung: Besonders auffällig ist die Diskrepanz bei der Absicherung von Mieteinnahmen: Zwar halten 59 Prozent der Befragten eine Ertragsausfallversicherung für wichtig – tatsächlich abgeschlossen haben sie aber nur 28 Prozent. Dabei kann ein längerer Mietausfall infolge von Reparaturen, Wasserschäden oder Unwetterereignissen massive finanzielle Folgen haben.
Standardbedingungen passen oft nicht zur Realität von Ferienobjekten
„Unsere Umfrage zeigt sehr klar auf: Sehr viele der gewerblich genutzten Ferienimmobilien sind unzureichend oder überhaupt nicht abgesichert“, erklärt Alica Weininger, Manager Underwriting Art & Private Clients bei Hiscox. Es fehle nicht nur am Wissen über notwendige Absicherungen – sondern auch an passenden Produkten, die speziell für den gewerblichen Kontext zugeschnitten sind. Ein häufiger Hinderungsgrund: Viele Policen setzen regelmäßige Vor-Ort-Anwesenheiten des Versicherungsnehmers voraus – ein Kriterium, das bei Ferienimmobilien kaum erfüllbar ist.
Basis der Analyse ist eine repräsentative Befragung von 500 Eigentümern gewerblich vermieteter Ferienimmobilien aus Deutschland und Österreich (näheres hierzu auf der Hiscox-Webseite). Als Reaktion auf diese Lücken hat Hiscox das neue Produkt „Mundial Commercial“ entwickelt. Die Police richtet sich gezielt an Privatpersonen sowie kleine Unternehmen, die Ferienobjekte ausschließlich zur Vermietung nutzen – und zwar in insgesamt 20 europäischen Ländern. Die Absicherung ist modular aufgebaut und soll gezielt dort greifen, wo klassische Versicherungen bislang aussteigen.