In einem Interview mit der "Finanz und Wirtschaft" hat Zurich-CEO Mario Greco sein Interesse an einer möglichen Übernahme der Baloise signalisiert – jedoch nur unter der Voraussetzung, dass das Unternehmen tatsächlich zum Verkauf steht: "Sollte Baloise verfügbar sein, schauen wir sie uns an", stellte Greco klar. Gleichzeitig betonte er: "Ich kann nicht an etwas interessiert sein, das nicht verfügbar ist. Mir ist nicht bekannt, dass Baloise zum Verkauf steht." Damit bekräftigt Greco seine frühere Haltung zu den Spekulationen um eine mögliche Übernahme der Baloise durch Zurich.

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Bereits im November 2024 kursierten Übernahmegerüchte um den Basler Versicherer Baloise, wobei auch andere europäische Versicherungsunternehmen wie die französische Axa und die deutsche Allianz-Gruppe als mögliche Interessenten gehandelt wurden. Der Zurich-CEO dementierte damals jedoch ein Übernahmeinteresse seines Unternehmens.

Für die Zurich-Gruppe sind Fusionen und Übernahmen (M&A) kein zwingender Bestandteil der Unternehmensstrategie. "Wir betrachten Fusionen und Übernahmen nicht als Lösung, sondern als Chance", so Greco. Zurich verfolge keine aktiven M&A-Pläne, betrachte aber potenzielle Gelegenheiten, wenn sie strategisch sinnvoll und realisierbar seien. "Wir brauchen keine M&A, um unsere Ziele zu erreichen. Wenn sich eine Gelegenheit ergibt, ziehen wir sie in Betracht, und wenn sie gut und machbar ist, dann ergreifen wir sie."