Hintergrund: Die gesetzliche Krankenversicherung steht so stark im Fokus wie lange nicht. Steigende Ausgaben, politische Reformpläne und spürbare Beitragserhöhungen haben bei vielen Versicherten das Interesse an einem Kassenwechsel geweckt. Dass sich dabei einiges bewegt hat, zeigt das 68. GKV-Versicherten-Ranking in den Beiträgen zur Gesellschaftspolitik (BzG 05-25). Wird doch ein Insider mit den Worten zitiert, im Januar wäre es bei einigen Kassen gewesen, „als hätte jemand einen Wäschekorb voller Kündigungen ausgekippt“.

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Hunderttausende wechselten zum Jahresbeginn ihre Krankenkasse – vor allem aus Kostengründen. Haupttreiber der Wechselwelle war der Zusatzbeitrag, den viele Kassen deutlich angehoben haben (Versicherungsbote berichtete). Dabei wird freilich oft übersehen, dass der Zusatzbeitrag keineswegs der zentrale Maßstab für das Preis-Leistungs-Verhältnis ist. Denn gerade bei den Zusatzleistungen – man denke an Zuschüsse für Behandlungen oder Präventionskurse – gibt es teils erhebliche Unterschiede. Hier können die Vorteile den Nachteil eines höheren Zusatzbeitrags schnell aufwiegen (Versicherungsbote berichtete). Zumal grundsätzlich gilt: Wer gute Erfahrungen mit seiner Kasse gemacht hat und stets Leistungen ohne Probleme bewilligt bekommen hat, sollte sich einen Wechsel auch gut überlegen.

Versicherungsbote stellt Deutschlands größte Krankenkassen vor

Um solche Fragen der Bewertung von Zu- und Abgängen aber kann es in dieser Bildstrecke nicht gehen – schließlich handelt es sich nicht um einen Servicetest oder eine Bewertung des Leistungsumfangs. Im Mittelpunkt steht stattdessen ausschließlich die Entwicklung der Versichertenzahlen der größten Krankenkassen. Wer dominiert das Feld der gesetzlichen Krankenversicherung? Wie haben sich die Bestände verändert? Deutschlands größte Krankenkassen werden im Folgenden vorgestellt.

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Alle Angaben (außer die Zusatzbeiträge) basieren auf dem offiziellen GKV-Versichertenranking, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Beiträge zur Gesellschaftspolitik (BzG), Ausgabe 05-25. Die Grundlage der Auswertung bilden die offiziellen Bestandsmeldungen aller gesetzlichen Krankenkassen zum Stichtag 1. Januar 2025. Die vollständige Ausgabe ist kostenpflichtig über die Website des Verlags MC.B erhältlich.