Die Zahl der Empfänger von Grundsicherung im Alter ist im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegen. 738.840 Rentner bezogen zum Ende des 4. Quartals 2024 entsprechende Leistungen nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII), was knapp 39.250 Personen beziehungsweise 4,1 Prozent mehr sind als Ende 2023. Damals hatten noch 689.590 Senioren die Sozialhilfe bezogen. Allein zwischen Juli und Dezember diesen Jahres ist die Zahl der Empfänger von Grundsicherung im Alter um 9.850 Personen gestiegen.

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Laut Deutscher Rentenversicherung hänge der Anstieg auch mit einer Gesetzesreform zusammen. Die im Vergleich zu den Vorjahren überdurchschnittliche Anhebung der Regelsätze zum 1. Januar 2024 führte zu einem größeren Kreis von Leistungsberechtigten. So gilt beispielsweise für Alleinstehende seitdem ein um 61 Euro erhöhter Regelsatz von monatlich 563 Euro. Das ist ein Plus von 12,2 Prozent.

Ein weiterer wichtiger Grund für den Anstieg ist laut dem Statistischen Bundesamt die zunehmende Zahl von Leistungsberechtigten aus der Ukraine. Neben Frauen und Kindern kamen vor allem Senioren als Kriegsflüchtlinge nach Deutschland. Zum Jahresende 2024 zählte die Behörde über 99.450 Leistungsberechtigte. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg von 14,6 Prozent oder 12.675 Personen. Seit dem 1. Juni 2022 haben Geflüchtete aus der Ukraine unter den üblichen Voraussetzungen Anspruch auf Leistungen nach dem SGB XII anstelle des Asylbewerberleistungsgesetzes (AsylbLG).

Anspruch auf Grundsicherung haben Erwachsene, die dauerhaft voll erwerbsgemindert sind oder die Altersgrenze nach § 41 Absatz 2 SGB XII erreicht haben und ihren Lebensunterhalt nicht aus eigenem Einkommen und Vermögen bestreiten können. Rechnet man die Personen hinzu, die aufgrund einer Erwerbsminderung Grundsicherung erhalten, summierte sich die Gesamtzahl der Grundsicherungsempfänger zum Jahresende 2024 auf rund 1,26 Millionen.

Während die Zahl der Empfänger von Grundsicherung im Alter stieg, blieb die Zahl der Empfänger von Grundsicherung bei Erwerbsminderung konstant. Rund 522.000 beziehungsweise 41,4 Prozent der Empfänger von Grundsicherung zählten zu dieser Kategorie.

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Spannend ist auch die Entwicklung zwischen Deutschen und Nicht-Deutschen. Während die Zahl der deutschen Empfänger von Grundsicherung im vergangenen Jahr um 2,5 Prozent auf 933.105 Personen anwuchs, kletterte die Zahl der Nicht-Deutschen unter den Empfängern von Grundsicherung um 8,9 Prozent auf 327.900 Personen.

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